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3 Schritte zu einer modernen Verwaltung

21. Juli 2017

3 Schritte zu einer modernen Verwaltung

Eines unserer Schwerpunktthemen für die Nationalratswahl 2017 ist die Modernisierung der Verwaltung – denn die größte bürokratische Geldvernichtungsmaschine unseres Landes ist die komplizierte Verteilung der Aufgaben zwischen Bund und Ländern. Das betrifft etwa die Kinderbetreuung, Schulen oder die Gesundheit. Hier wollen wir neun unterschiedliche Regelungen in Zukunft vermeiden. Die SPÖ hat daher einen Plan vorgelegt, dieses Kompetenz-Wirrwarr im Sinne des Prinzips „1 Aufgabe, 1 Zuständigkeit“ zu entflechten. Durchsetzen wollen wir das über einen breiten Diskussionsprozess nach Schweizer Vorbild und eine verbindliche Volksabstimmung.
Bundeskanzler Christian Kern will „dafür sorgen, dass wir einen schlankeren Staat haben und eine schlankere Verwaltung“. Die ÖsterreicherInnen sollen „ganz konkret darüber abstimmen, wie sie die Verwaltung in Österreich haben wollen. Damit am Ende der, der zuständig ist, auch die Verantwortung trägt. Egal ob das der Bund, die Länder oder die Gemeinden sind.“
Für Kanzleramtsminister Thomas Drozda ist klar: „Die Wahrheit ist, dass man einen Staat auf Dauer so nicht organisieren kann“, kein Unternehmen könne sich die derzeitige Organisation leisten. Drozda hat heute in der „Presse“ die Schritte zu einer modernen Verwaltung dargelegt:
In drei Schritten zur Föderalismusreform:
Volksbefragung binnen 12 Monaten nach der Wahl: Die Bevölkerung soll in einer Volksbefragung über die Zuständigkeit aller zentralen, aktuell verflochtenen Aufgaben entscheiden.
Vorlage Verfassungsgesetz binnen 12 Monaten nach Volksbefragung: Das Verfassungsgesetz soll das Ergebnis der Volksbefragung umsetzen.
Volksabstimmung: In der Folge beschließt das Parlament eine entsprechende Vorlage. Erhält diese in einer Volksabstimmung die Zustimmung der Wählerinnen und Wähler, tritt die Reform in Kraft.

Betroffene Bereiche:
Gesetzgebung, Verwaltungsebenen und Finanzierungsverantwortung sind in zentralen Bereichen zwischen Bund, Ländern und Gemeinden zersplittert – es gibt daher keine klare Verantwortung.
Kindergarten: Hier fehlen einheitliche Ausbildungs- und Betreuungs-Standards für ganz Österreich. Einzelne Maßnahmen werden über 15a-Verträge in der Zuständigkeit von zwei verschiedenen Ministerien (Familien- und Außenministerium) mit Ländern und Gemeinden abgewickelt, statt eine echte Strategie für den Kindergarten als erste Bildungseinrichtung zu ermöglichen.
Bildung: Unser Schulsystem ist verzweigt in ein Nebeneinander von Bundes- und LandeslehrerInnen sowie Bundes- und Landesschulen, bei denen wiederum den Gemeinden als Schulerhalter zentrale Aufgaben umgehängt werden. Das geht soweit, dass an ein und derselben Schule oft alle drei Gebietskörperschaften – Bund, Länder und Gemeinden – als Arbeitgeber auftreten. Hier braucht es klare Verantwortlichkeiten.
Gesundheit: Auch im Gesundheitssystem, das auf der Selbstverwaltung der Sozialversicherungen basiert, zahlen und steuern Bund, Länder und Gemeinden mit. Zugleich haben wir Gesetze in zehnfacher Ausführung, auf Landes- und Bundesebene, die das Gesundheitswesen noch komplexer machen.
Pflege: Wir brauchen einheitliche Standards bei der Ausbildung der Pflegeberufe, denn eine bedürftige Person braucht dieselbe Unterstützung, egal ob am Boden- oder am Neusiedlersee.

Verwaltungsreform bringt Geld für Bildung, Gesundheit, Steuerentlastung
Mit einer tiefgreifenden Reform der Verwaltung „können wir Milliarden einsparen. Dann werden wir genug Geld haben für ein besseres Bildungssystem, für eine gute Gesundheitsversorgung, für eine sichere Pflege für sichere Pensionen und dann werden wir es uns auch leisten können, dass die ÖsterreicherInnen, die arbeiten gehen, tatsächlich auch weniger Steuern zahlen„, sagt Kanzler Kern.
ÖVP soll handeln, nicht nur reden
Die ÖVP-Landeshauptleute haben sich bereits gegen eine Volksbefragung zur Verwaltungsreform positioniert. „Ich sehe, dass sich hinter der Maske neue ÖVP die alte verbirgt“, sagt Drozda. Und er betont: Auch, wenn ÖVP-Chef Kurz Gesprächsbereitschaft signalisiert hätte: „Es mangelt nicht an Gesprächsbereitschaft, es mangelt am Handeln.“

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