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NEWS HYPO-U-Ausschuss, Ergebnisse 28. Oktober 2015

30. Oktober 2015

NEWS HYPO-U-Ausschuss, Ergebnisse 28. Oktober 2015

Aufsichtsratschef informierte nicht über SWAPs, verdiente aber am Hypo-Verkauf kräftig mit

Adolf Wala bestätigte, dass die Landeshaftungen als „Gelddruckmaschine“ für die Hypo funktionierten und sie ihrer eigenen Expansion nicht gewachsen war.

Am 28. Oktober wurden der ehemalige OeNB-Präsident Adolf Wala sowie der ehemalige Confida-Wirtschaftsprüfer und Hypo-Aufsichtsratschef (2005-2007) Karl-Heinz Moser befragt.

Der Ausschuss am Tag davor entfiel, da die Auskunftsperson Vladimir Zagorec, kroatischer Ex-General, krankheitsbedingt nicht anreisen konnte.

Wala: Landeshaftungen waren „Gelddruckmaschine“ für die Hypo

Adolf Wala erläuterte in seiner Befragung ausführlich, dass die Hypo ihrer eigenen Expansion nicht gewachsen war. Diese war seit etwa 2003 massiv vorangetrieben worden. Wer in zwölf verschiedenen Ländern mit verschiedenen Sprachen und Rechtssystemen operiert, muss ein adäquates und kompetentes Team vorweisen, vor allem im Bereich Risikomanagement. Der Hypo ist das nicht gelungen.

Wala bezeichnete die Landeshaftungen als „Gelddruckmaschine“ für die Bank, um günstiger an Kredite zu kommen. Das war jedoch mit hohen Risiken und mit kriminellen Handlungen verknüpft.

SPÖ-Abgeordnete Karin Greiner befragte Wala zur OeNB-Prüfauftrag aus dem Jahr 2001. Bei dieser Prüfung wünschte sich Bankenvorstand Kulterer Themenschwerpunkte, die er bei Grasser deponierte. Dieser versuchte dann, die Schwerpunkte entsprechend im Prüfauftrag zu verankern – doch es war zu spät, die OeNB hatte bereits mit der Arbeit begonnen, folglich konnte der Prüfauftrag nur ergänzt und nicht ausgetauscht werden. Laut Wala wurde diese Frage gar nicht in der OeNB diskutiert, ebenso wenig wurde berichtet, dass Grasser die Prüfungsschwerpunkte beeinflusst hat.

Moser: Durch den Hypo-Verkauf an die Bayern verdiente er 3,5 Millionen

Dass Moser aus seiner Hypo-Prüftätigkeit direkt in den Hypo-Aufsichtsrat-Chefsessel wechselte, hat im Hypo-U-Ausschuss schon öfter für Kritik gesorgt. „Moser ist seiner Berichtspflicht als Aufsichtsratsvorsitzender nicht nachgekommen. Er wusste seit Mai 2005 von den SWAP-Verlusten, hat sich aber nicht weiter darum gekümmert, bis die Wirtschaftsprüfer Confida und Deloitte im März 2006 Druck gemacht haben“, urteilte SPÖ-Fraktionsvorsitzender Jan Krainer. Konsequenzen für Moser gab es dafür keine.

Im Gegenteil, sein Mitwirken in der Bank brachte ihm kurze Zeit später viel Gewinn: Um Tilo Berlin Ende 2006 zu seiner Beteiligung an der Hypo von 25 Prozent plus einer Aktie zu verhelfen, hat Moser eine eigene Beteiligungs-GmbH gegründet. Insgesamt hat er mit seinen Beteiligungs-Kollegen 15 Millionen Euro aufgebracht, 5 Millionen auf Eigenkapitalbasis. Der Verkauf an die Bayrische Landesbank wenige Monate später hat sich für Moser rentiert: Rund 3,5 Mio. Euro hat er dadurch verdient. Um diese Info von Moser zu erhalten, war aber rund eine halbe Stunde Befragung nötig.

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