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NEWS HYPO-U-Ausschuss, Ergebnisse 10./11. Juni 2015

23. Juni 2015

NEWS HYPO-U-Ausschuss, Ergebnisse 10./11. Juni 2015

Kulterer hielt Informationen zu SWAP-Verlusten zurück

In einer weiteren Sitzung des Untersuchungsausschusses wurden am Mittwoch, 10. Juni, Bojan Grilc und Dieter Kerstnig befragt. Grilc war leitender Controller der Hypo Consultants, also der Beteiligungsgruppen der Hypo-Bank. Kerstnig fungierte von 1996 bis 2010 als Leiter der Internen Revision der Hypo. Bei der Internen Revision handelt es sich um eine hauseigene, vom Tagesgeschäft unabhängige Prüfstelle.

Am Donnerstag, 11. Juni, waren Erich Kandler, früher Wirtschaftsprüfer bei Deloitte, und Peter Mayerhofer, seinerzeit Bankenaufseher in der Österreichischen Nationalbank (OeNB), geladen.

Politischer Einfluss von Haider war allgegenwärtig

Der frühere Deloitte-Prüfer Kandler bestätigte mit seinen Wahrnehmungen, wie eng die Verknüpfung zwischen der Haider-FPÖ und der Hypo war. Haider hat sich, so Kandler, „bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit bei Projekten der Hypo mit Kulterer gezeigt“, in keinem anderen Bundesland war die Situation vergleichbar.

Hypo-Vorstand Kulterer informierte nicht über SWAP-Verluste

In der Befragung von Kerstnig interessierte sich SPÖ-Fraktionsführer Jan Krainer besonders für den Umgang der Internen Revision mit den SWAP-Verlusten. Diese sind, laut Kerstnig, nicht ersichtlich gewesen. Diese wurden 2006 öffentlich, Vorstand Kulterer wusste allerdings schon im Herbst 2004 Bescheid. Man nahm sich die Zeit, den Aufsichtsrat umzugestalten (Karl-Heinz Moser, ehemals Confida-Wirtschaftsprüfer, wurde in den Aufsichtsratsvorsitz gehievt). Die Interne Revision wurde nicht informiert.

Krainer bewertete das als fahrlässig. Denn die SWAP-Verluste waren ein hoch bankengefährdendes Ereignis. Statt die Interne Revision zu alarmieren, beauftragte der Vorstand externe Prüfer, doch auch das Gutachten, das diese erstellten, bekam die Interne Revision nicht zu Gesicht.

Auch bei Consultants: Schieflage war 2006 bekannt – Kritik wurde nicht gehört

Grilc war kurzzeitig für die Kontrolle der Consultants-Sparte der Hypo zuständig. Er hatte schon 2006 den Gedanken, dass die Hypo in Konkurs gehen könnte. Grilc erinnerte sich, dass das Risiko-Management und Controlling praktisch nicht vorhanden war als er die Funktion 2005 übernommen hat. Auch die Schieflage, die sich durch das Wachsen der Landeshaftungen ergab, war Grilc bekannt. Seine Verbesserungsvorschläge stießen bei seinen Vorgesetzten auf taube Ohren. SPÖ-Abgeordneter Klaus-Uwe Feichtinger bohrte hier nach: Statt die Alarmglocken zu läuten wurde Grilc vermittelt, dass er sich nicht um diese Angelegenheiten kümmern sollte.

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