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Managergehälter: 1 Jahr = 28 Jahre
Laut einer aktuellen AK-Studie verdienen Top-Manager in Österreich durchschnittlich in einem Jahr so viel, wie eine Durchschnittsfamilie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern 28 Jahre lange ausgeben könnte. Nämlich 1,4 Millionen Euro und damit das 49-fache eines österreichischen Durchschnittsgehalts. Wobei der Spitzenreiter unter den Top-Managern – der  Vorstandsvorsitzende des Anlagenbauers Andritz  – 2012 sagenhafte 5,38 Millionen Euro verdiente.

Was irritiert ist nicht nur der exorbitante Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, nämlich um 6,5 Prozent, sondern auch die Tatsache, dass dieses Gehaltsplus vor allem von den Boni kommt – bei einem Drittel der ATX-Vorstände ist der Bonus doppelt so hoch wie das Fixum. Damit klaffen die Durchschnittsgehälter und die Managerbezüge immer weiter auseinander.

Um derartige Exzesse bei Managergehältern wie in den letzten Jahren zu verhindern, braucht es daher strenge Regelungen. Vor allem soll es nicht mehr möglich sein, dass Manager fette Boni bekommen, auch wenn es ihrem Unternehmen nicht gut geht. Die SPÖ fordert eine Koppelung der Boni an den Unternehmenserfolg und der ist nicht nur an Finanzkennzahlen wie EBIT oder Steigerung des Aktienkurses zu messen, sondern auch an Kriterien wie das Schaffen neuer Arbeitsplätze oder Qualifizierungsmaßnahmen.
 
Krankenkassen ohne Leistungskürzungen saniert
Die Krankenkassen haben ihre Sanierungsbemühungen um 946 Millionen Euro übertroffen. Dieses erfreuliche Ergebnis konnte Gesundheitsminister Alois Stöger diese Woche im Ministerrat präsentieren. Ohne Leistungskürzungen ist es gelungen, eine Milliarde Euro an Schulden abzubauen und seit 2009 positiv zu bilanzieren. Der ursprüngliche Schuldenberg von fast zwei Milliarden Euro ist fast vollständig abgebaut.

Die vorzeitige Sanierung ist nicht nur ohne Leistungskürzungen und ohne zusätzliche Selbstbehalte für die PatientInnen gelungen. Die Leistungen – wie das Krankengeld für Selbständige, die Krankenversicherung für BezieherInnen der Mindestsicherung oder günstigere Zahnleistungen durch die Kassenambulatorien – wurden sogar ausgebaut, wie Gesundheitsminister Stöger betonte.

Stronach-Programm: Allein der wirtschaftliche Nutzen zählt
Mit über einem halben Jahr Verspätung präsentierte Frank Stronach vergangene Woche das Grundsatzprogramm seiner neuen Partei. Die nun fertige Sammlung an Grundsatzpositionen sollte wohl die programmatische Einengung allein auf die Figur Stronach überwinden. Doch bereits die Präsentation des Programms im Palais Ferstl geriet erneut zu einer One-Man-Show mit einem „langen, teilweise etwas wirren Monolog“ Stronachs, wie die Neue Zürcher Zeitung befand.

Und auch das Programm selbst liest sich wie ein Abdruck von Stronachs Gedankenwelt. Kaum ein gesellschaftlicher Bereich, der nicht fast ausschließlich auf den Nutzen der Wirtschaft ausgerichtet ist, der Geist des ungezügelten Wettbewerbs durchzieht jedes Kapitel. So müsse die Wirtschaft von der Volksschule an im Mittelpunkt stehen, Schuldirektoren sollten wie Unternehmensmanager agieren und das Bildungssystem müsse an der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet sein. Auch der Sport müsse vor allem aus Gründen des „langfristigen wirtschaftlichen Nutzens“ gefördert werden, um „unserer Jugend die Freude am Wettbewerb näherzubringen“.

Um die Umverteilung großer Vermögen – wie jenem des Magna-Gründers – zu verhindern, erklärt das Programm Sozialpartner und Gewerkschaften kurzerhand zu einer „überholten Form des Denkens in Klassenunterschieden.“ Ja, bisher war vor allem Milliardär Stronach das Programm der Partei und das bleibt auch so.

900 Grundwehrdiener kellnern nicht mehr
Einen ersten Erfolg konnte Verteidigungsminister Gerald Klug erzielen. So soll der Grundwehrdienst bereits ab Herbst reformiert werden. Ein erster Schritt ist, dass künftig eine deutliche Mehrheit der Grundwehrdiener in den Einsatzverbänden tätig sein wird.

Bislang gab es beim Einsatz der rund 22.000 Grundwehrdiener ein grobes Missverhältnis. 60 Prozent waren als so genannte Systemerhalter eingesetzt – etwa als Köche, Kellner oder Chauffeure. Nur 40 Prozent waren im „Kerngeschäft“, also als Infanteristen oder Pioniere tätig. Bereits in zwei Jahren soll dieses Missverhältnis zumindest umgedreht werden und die überwiegende Mehrheit der Grundwehrdiener bei den Einsatzverbänden tätig sein. Als erste Sofortmaßnahme wird noch dieses Jahr sowohl bei den Kellnern als auch bei den Fahrern um zumindest  10 Prozent reduziert. Insgesamt werden dann 900 Grundwehrdiener eine militärische Ausbildung erhalten, statt zu kellnern.

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